Unsere Weine
Rittersberg, Ortenberg, Scherwiller, Lerchenbuehl und Grand Cru Frankstein: Weine, die von ihrem Boden erzählen, noch bevor sie von ihrer Rebsorte sprechen.
Zuerst das Terroir
Terroir-Weine aus genau abgegrenzten Lagen (die Lagen Rittersberg und Ortenberg, die Gemeindeappellation Scherwiller, der gemischte Satz Lerchenbuehl bei der Auberge Ramstein). Die Identität dieser Weine entsteht zuerst aus Geologie und Ausrichtung, noch vor der Rebsorte. Weine, die die Granitböden von Scherwiller atmen, mit dem Ziel, große, vor allem trockene Weißweine zu erzeugen.
In Scherwiller, einem Dorf auf dem Schwemmkegel des Giessen, wurzeln die Reben in sehr steinigen, durchlässigen und frühreifen Böden, die fein ziselierte, elegante Weine hervorbringen. Es ist einer der wenigen Orte im Elsass mit einer eigenen Gemeindeappellation (Scherwiller), die dem Riesling vorbehalten und für ihre mineralische Struktur und Finesse bekannt ist.
8 Weine
Unsere Terroirs
Rund um das Dorf prägen zwei Granithänge und ein Schwemmkegel unser Sortiment.
Zweiglimmergranit
Zweiglimmergranit, nach Süden/Südosten ausgerichtet: ein salziger, vertikaler Stil, wie geschaffen für die gehobene Küche. Steinige, tonarme, durchlässige Böden zwingen die Rebe, tief zu wurzeln. Die Weine gewinnen an Spannung und Geradlinigkeit, mit einer salzigen Note im Abgang. Der Riesling glänzt hier mit weißen Blüten (Akazie, Linde) und einem langen Nachhall.
Tiefgründiger Granit
Tiefgründigerer Granit: eine dickere Bodenschicht (feiner Sand, Schluff), gleichmäßigere Reife, ausdrucksstärkere Frucht, Rundheit am Gaumen, typische rauchige Noten. Ein großzügigerer, fruchtiger und rauchiger Ausdruck, besonders gelungen beim Pinot Gris.
Gemeindeappellation
Schwemmland des Schwemmkegels von Scherwiller: Kieselgeröll und Kies, vermischt mit Sand und Schluff. Warme, durchlässige Böden für einen strahlenden, fließenden Stil mit klarer mineralischer Textur. Die Verordnung behält diese Appellation allein dem Riesling vor.
Alte Reben auf Schwemmböden
Eine historische Parzelle (der Auberge Ramstein) im gemischten Satz (alte Reben) auf Schwemmboden, in großen Gebinden ausgebaut, für eine volle, trockene und sehr speisefreundliche Handschrift.
Granitgrus
In der Nachbargemeinde Dambach-la-Ville gelegen, nach Süden/Südosten ausgerichtet. Hänge aus Zweiglimmer-Granitgrus (warm und frühreif) bringen einen sehr speisefreundlichen Pinot Gris hervor: volle Textur, feine, salzige Mineralität und luftige Blütennoten, die das für die Rebsorte typische Rauchige überlagern. Diese durchlässigen Hänge speichern tagsüber die Wärme und geben sie nachts wieder ab, was eine gleichmäßige Reife sichert.
Genussvolle Cuvées
Zwei genussvollere (liebliche) Cuvées: Légende d'Automne, die Kultflasche des Weinguts (überreifer Pinot Gris), und der Gewürztraminer Cuvée Particulière (Parzellenauswahl).
Engagierter Weinbau
Unsere Terroir-Weine sind mit „Haute Valeur Environnementale“ (HVE) zertifiziert: umweltschonender, integrierter Weinbau, kontrollierte Erträge, Handlese bei einigen Cuvées und ein gezielt gewählter Ausbau (Edelstahl, Barrique/600-L-Fass), um die Identität jeder Lage bestmöglich zu respektieren. Das Ergebnis: präzise Weine, häufig trocken oder halbtrocken (Lerchenbuehl, Riesling Rittersberg und Scherwiller, Pinot Noir Rittersberg, Pinot Gris Ortenberg).
Was ist der Unterschied zwischen einem Traditionswein und einem Terroir-Wein?
Die Traditionsweine zielen auf den reinen Ausdruck der Rebsorte (zugänglich, für den Alltag), während bei den Terroir-Weinen die genaue Lage im Vordergrund steht (Scherwiller, Rittersberg, Ortenberg, Lerchenbuehl), die Reife, Säure, Textur und Mineralität prägt. Die Seite Traditionsweine setzt auf einfachen Zugang und die typischen Rebsorten; hier gehen wir auf Böden, Ausrichtungen, Erträge und Ausbau ein.
Warum ist Riesling die einzige Rebsorte der Appellation Scherwiller?
Weil die Verordnung der Appellation Scherwiller allein dem Riesling vorbehält: Auf sehr steinigem, durchlässigem kieselhaltigem Schwemmland zeigt die Rebsorte Eleganz und Geradlinigkeit mit ausgeprägter Mineralität.
Rittersberg oder Ortenberg: Welchen Stil wählen?
Rittersberg (Zweiglimmergranit, Süd/Südost): Spannung, Salzigkeit, große Länge, Weine für die Tafel und zum Lagern. Ortenberg (tiefgründigerer Granit, Ost): großzügige Frucht, Rundheit, rauchige Noten (großartig beim Pinot Gris).
Sind diese Weine zertifiziert?
Ja, alle diese Cuvées werden in HVE-zertifiziertem, umweltschonendem Weinbau erzeugt, mit Handlese auf einigen Parzellen und an jede Lage angepassten Erträgen (siehe die Produktseiten der einzelnen Cuvées).